22 Juni 2010

Die "Barcelona Declaration of Research Principles"

Die europäische AMEC Konferenz zur Evaluation von Kommunikation in Barcelona hat am vergangenen Donnerstag sieben grundsätzliche Prinzipien zur Erfassung und Bewertung von PR-und Öffentlichkeitsarbeit veröffentlicht. In einer basisdemokratischen Abstimmung der anwesenden 150 Delegierten aus 30 Ländern wurden die Grundsätze, die eine Expertenkommission im Vorfeld erarbeitet hatte, mit klaren Mehrheiten verabschiedet.

Grundsatz 1 stellt die Wichtigkeit von Zieldefinition und Evaluation heraus. Ziele sollten so quantitativ wie möglich definiert werden, mit der Angabe WER WAS WANN WELCHEN EFFEKT haben soll.

Grundsatz 2 betont, dass nicht nur Quantität sondern auch Qualität von Effekten berücksichtigt werden sollte.

Grundsatz 3 besagt, dass der Werbeäquivalenzwert NICHT den Wert der PR darstellt. Bei der Umrechnung von redaktionellem Raum in Werbekosten sollten keine willkürlichen Faktoren eingesetzt werden, die nicht fundiert begründet und bewiesen wurden.

Grundsatz 4 stellt heraus, dass Social Media (soziale Netzwerke) gemessen werden können und gemessen werden sollten. Hierfür gelten dieselben Grundsätze wie für klassische Medieninhalte.

Grundsatz 5 fordert die Konzentration auf langfristige Zielgruppeneffekte (Outcome): Meinung, Einstellung, Beziehungen, Reputation sind wichtigere Effekte als der direkte Output (Teilnehmerzahlen, Artikelzahlen, u.ä.). Meinungsforschung sollte von Best-Practice-Beispielen lernen.

Grundsatz 6 besagt, dass - wo möglich - das Erreichen bzw. die kommunikative Unterstützung von Organisationszielen erfasst und dargelegt werden sollte. Der Bezug von Kommunikation zu übergeordneten Organisationszielen sollte dargestellt werden. In diesem Bereich besteht ein großer Bedarf an der Entwicklung von Verfahren, Methoden und Instrumenten.

Grundsatz 7 stellt die Forderung nach größtmöglicher Transparenz und Wiederholbarkeit von PR-Evaluation auf. Erfassung und Bewertung von PR- und Öffentlichkeitsarbeit sollte nachvollziehbar und reliabel geschehen.

Diese Grundsätze werden nun in ihrer Formulierung im Detail ausgefeilt und dazu ruft das IPR zur Teilnahme und Vorschlägen auf: http://www.instituteforpr.org/digest_entry/the_barcelona_declaration_of_research_principles

17 Juni 2010

The first day of 2. AMEC European Measurement Summit in Barcelona, 16.-18.6.2010

The first day of the AMEC Summit is almost over. More than 200 attendants from 30 countries meet and discuss new and old ways of evaluating communication effects in the beautiful city of Barcelona. The presentations of this morning showed the new trends and rules:
  • Communication is managed and planned very professionally and evaluation is well integrated! (At least in the presented case studies!)
  • The "Social Media" revolution has just started: "Compared the French Revolution Marie Antoinette is still sitting having her five o'clock tea," so Fernando Vilà from Havas. Nobody can yet tell where it will take us.
  • Users are much more powerful. Effects and reactions of them cannot be predicted nor controlled. Networking creates influence and power for anybody.
  • Brands and products are losing importance, because differences are vanishing. Companies need to be and act (not only say they are) socially responsible to convince the public and to be recognized.
  • Social media require you to listen, think, talk and thus build up trust in your constituencies. You need to be true about what you say and do.
  • Evaluation does give you real benefit and shows you how to improve and what to change.

28 Mai 2010

Neuerscheinung: Medienresonanzanalyse DO-IT-YOURSELF 2007

... auch wenn das Buch 2010 erscheint, steht 2007 drauf, weil es das Vorgehen der Erstellung einer Medienresonanzanalyse auf der Basis von Microsoft Excel und Powerpoint (TM) 2007 demonstriert und vermittelt. Da dies die aktuellste Version des Programmes ist, haben wir das Buch Mera 2007 genannt!
Es ist der Nachfolger des erfolgreichen Handbuches "Medienresonanzanalyse DO-IT-YOURSELF" aus dem Jahr 2005, welches das Vorgehen anhand von MS Office 2000 und 2003 darstellt - und auch weiterhin verfügbar ist.
Für 23,90 Euro können Sie es direkt bei uns versandkostenfrei bestellen (verlag@pr-evaluation.de) oder bei Amazon http://www.amazon.de/Medienresonanzanalyse-DO-YOURSELF-2007-Computerkurs/dp/398110465X/ref=cm_cmu_up_thanks_hdr !
Das Handbuch umfasst ca. 100 Seiten, ist vierfarbig gedruckt mit zahlreichen Screenshots und kleinschrittigen Anleitungen "How to...". Es versetzt Sie in die Lage, eine einfache kleine Medienresonanzanalyse selber zu erstellen, auf der Basis von gängiger Officesoftware - keine Updates notwendig, keine spezifische Software. Das Vorgehen ist beliebig erweiterbar, sofern Sie sich intensiv mit der Materie beschäftigen. Und wenn Sie es nicht selbst durcharbeiten möchten, kommen Sie doch einfach zu unserem Workshop bei öffentlichkeitsarbeit.de am 13.9.2010! http://www.oeffentlichkeitsarbeit.de/1_medienresonanzanalyse/info.htm

Weil Evaluation geht!!! Auch mit wenig Geld!

21 April 2010

PR-Barometer

http://www.pr-barometer.de/statistics_user.php?sid=51413

Die Umfrage PR-Barometer zeigt mal wieder, dass sich im Bereich PR-Evaluation seit den 90er Jahren kaum etwas geändert hat: Es wird wenig evaluiert. Nur die "Überzeugten" investieren mehr als 5% des PR-Budgets, aber das sind maximal 28%. Fast alle sammeln ihre Clippings. Nur ca. 60% schauen sie sich auch systematisch an in Form eine Auswertung.
Und wer gibt schon zu, dass Ergebnisse einer Evaluation keinen Einfluss auf die Steuerung seiner Arbeit hat... 15% sind da immerhin ehrlich.

16 März 2010

Cision verkauft Deutschland-Geschäft an Infopaq

PR-Journal - Cision verkauft Deutschland-Geschäft an Infopaq

Eine bemerkenswerte Meldung brachte Anfang März das PR-Journal: Das weltweite Netzwerk Cision, Dienstleister für Mediamonitoring und Analyse, verkauft seine deutsche Printmedienbeobachtung und Analyseeinheit. Cision, damals noch unter Observer firmierend, kaufte 2003 das alteingesessene deutsche Unternehmen Argus Media auf, nachdem es bereits seit 1998 Anteile von dem Unternehmen hielt. Im Zuge einer internationalen Strategieentwicklung wurde das Unternehmen 2007 weltweit in Cision umbenannt. Das deutsche Unternehmen, das seit 2001 von Dr. Oliver Graßy geführt wurde, wuchs stetig und entwickelte sich zum Marktführer in seinem  Bereich. Der zunehmende Einfluss der internationalen Konzernführung führte jedoch dazu, dass Graßy und Cision seit 2008 getrennte Wege gehen.
In diesem Gesamtzusammenhang wundert es, dass ein so erfolgreiches und altgedientes Unternehmen auf einmal sein Kerngeschäft - die Medienbeobachtung - verkauft und sich zunehmend auf den Vertrieb von Software für den PR-Bereich konzentrieren will. Zumindest in Nordeuropa - haben sie doch in England, Schweden, Norwegen und Dänemark ebenfalls das Clipping- und Analysegeschäft verkauft.
Ist die Zeit der klassischen Ausschnittdienste vorbei?
Ich glaube es nicht, da gerade die Deutschland durch die Kombination von sehr großer Medienlandschaft und sehr eng gefassten Rechten bzgl. der elektronischen Verarbeitung es unumlässlich ist, die "stinknormalen Schnipsel" zu sammeln, zu erfassen und zu analysieren - als erster Schritt einer Erfolgskontrolle. Eine Social Media Analyse ist natürlich billiger, weil einfach selbst oder automatisch zu stricken, aber sie ersetzt nicht die inhaltliche Analyse von redaktionellem Content - sie erweitert das Analysespektrum allenfalls.
Eine interessante Frage, die zu disktutieren wir heute auf dem 1. Medienbeobachterkongress in Düsseldorf erörtern können! Diskussion auch auf Twitter unter #mbk10

05 März 2010

The desk is open: Anmeldung zum 2. European Measurement Summit in Barcelona

Unter : http://www.ameceuropeansummit.org/  kann man sich für das zweite europäische Treffen der Evaluationsfachwelt anmelden! (Endlich mal wieder etwas zu vermelden im Evaluations-Universum)
Barcelona lockt mit schönem Hotel und den Ramblas, exquisitem Essen und vielen interessanten Gesprächen mit Evaluationsfachleuten aus aller Welt!
Ich werde dort sein, ganz sicher.

04 März 2010

Neu: Fertige Medienresonanzanalyse als Dateien zu bestellen!

Unter dem Titel "Medienresonanzanalyse BASIC" hat Heike Wohlfeld, meine langjährige Mitarbeiterin, eine CD mit zwei Dateien und einer kurzen Dokumentation erstellt. Es handelt sich um eine Microsoft (TM)-Excel und eine -Powerpoint Datei. In der Exceldatei ist eine fiktive einfache Datenbank von Medienbeichten enthalten, auf der basierend Tabellen und Grafiken fertig erstellt zur Verfügung stehen. Diese sind mit der Powerpointdatei verknüpft, die eine fertige kleine Analyse darstellt. Sie müssen also nur noch Ihre Daten eingeben, alles einmal nach Anleitung aktualisieren und fertig ist Ihre eigene reale kleine Medienresonanzanalyse! Bei Fragen stehen wir natürlich immer zur Verfügung!
Für 29,90 ist die Medienresonanzanalyse BASIC erhältlich, im Buchhandel (ISBN 978-3-9811046-3-9) oder direkt bei uns, unter verlag@pr-evaluation.de